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Erdgastankstelle

Mobil für die Umwelt ( Auszug aus http://www.erdgasfahrzeuge.de )

Die neue Backnanger Erdgastankstelle befindet sich auf dem Gelände der AVIA-Tankstelle in der Aspacher Straße schräg gegenüber der Polizeistation. Die offizielle Einweihung fand am 13. Mai 2005 statt.

Erdgas-Fahrzeuge, eine Chance für die Umwelt

Diagramm Emissionsanteile Straßenverkehr in %

Die verkehrsbedingten Emissionen haben ein Niveau erreicht, das insbesondere in Ballungsgebieten zu erheblichen Umweltbelastungen führt.

Insbesondere die Begriffe "Sommersmog" und "Saurer Regen" haben in den vergangenen Jahren des öfteren im Mittelpunkt des Interesses gestanden. Da der Straßenverkehr zu einem Großteil an diesen Auswirkungen beteiligt ist, mißt die Bundesregierung der Minderung der verkehrsbedingten Emissionen eine hohe Bedeutung bei.
 
Allein in den alten Bundesländern stammten 1999 fast 60% der Gesamtemissionen an NOx, und 70% der Kohlenmonoxid Emissionen (CO) aus dem Straßenverkehr, d.h. , die daraus resultierenden Symptome Sommersmog und Waldsterben können im wesentlichen dem hohen Verkehrsaufkommen zugeschrieben werden. Nur eine drastische Reduzierung der Abgaswerte wird eine spürbare Verbesserung bringen. Einen wirksamen Beitrag kann hierbei der Einsatz von aalternativen Kraftstoffen leisten, zu denen auch Erdgas gehört.

Durch Erdgasfahrzeuge werden die fahrzeugspezifischen Emissionen wie z.B. Stickstoffoxide(NOx), Kohlenmonoxid(CO), höhere Kohlenwasserstoffe (HC) und auch die Geräuschemissionen deutlich vermindert. Damit besteht die Möglichkeit zu einer erheblichen Verbesserung der Umweltsituation in den besonders hoch belasteten innerstädtischen Gebieten. Die zur Zeit für die Jahrtausendwende vorgesehenen sogenannten "Euro3"-Grenzwerte werden von Erdgasmotoren schon jetzt deutlich unterschritten. Dabei ist das Entwicklungspotential von Erdgasmotoren bei weitem noch nicht ausgeschöpft.



Vergleich Diesel-Erdgas 

Messungen aus dem praktischen Einsatz haben gezeigt, dass sich z.B. gegenüber dem Dieselbetrieb folgende Emissionsvorteile darstellen lassen:

Abgasemissionen bei Aldehyden und aromatischen Kohlenwasserstoffen

Diagramm prozentuale Schadstoffreduzierung

  • Reduzierung der Kohlenmonoxid-Emissionen (CO) um die Hälfte.
  • Bis zu 80% weniger reaktive Kohlenwasserstoffe (HC) und Stickstoffoxide (NOX); die Reduzierung dieser Schadstoffe führt zu einer deutlichen Minderung der bodennahen Ozonbildung (Sommersmog).
  • Praktisch vollständige Vermeidung von Schwefeldioxid (SO2), Ruß- und anderen Partikelemissionen.
  • Aufgrund der Klopffestigkeit von Erdgas kann auf die Beimischung jeglicher Additive verzichtet werden. Bei der Verbrennung von Erdgas entstehen wesentlich weniger giftige Bestandteile wie Aldehyde, BTX- Aromate und die als krebserregend einzustufenden PAK.
  • Keine Verdampfungsverluste und Geruchsbelästigungen beim Betankungsvorgang.
  • Geringere Geräuschemissionen (bis 50%) aufgrund der weicheren Kraftstoffverbrennung im Motor.
  • Die Bilanz bei den klimarelevanten Emissionen ist ausgeglichen. Fachleute gehen davon aus, dass sich durch die Entwicklung erdgasoptimierter Motoren auch hier Vorteile für die Erdgasfahrzeuge ergeben.

 

Vergleich Benzin-Erdgas 

Ähnliche Relationen werden auch im Vergleich zu den Benzinfahrzeugen erreicht. Die nachfolgende Grafik zeigt die Emissionsergebnisse der bivalent betriebenen Erdgasfahrzeuge von BMW im europäischen Testzyklus.

  • Der Gesamtausstoß aller Kohlenwasserstoffe (THC) und Stickstoffoxide (NOx) liegt in der Summe um ca. 20% unter den Werten bei Benzinbetrieb.
  • Die Emissionen an Kohlenmonoxid (CO) werden sogar um rund 75% reduziert.
  • Werden nur die reaktiven Kohlenwasserstoffe (HC), d.h. die Hauptverursacher des Sommersmog, betrachtet, können sogar Minderungen in der Größenordnung von 80% erreicht werden.
  • Darüber hinaus wird der Ausstoß der klimarelevanten Stoffe CO2 und CH4 um etwa 25% abgesenkt
  • Weitere Vorteile ergeben sich bei den Abgasemissionen von Aldehyden, aromatischen Kohlenwasserstoffen und den BTX-Aromaten. Hier liegt das Reduktionspotential, je nach Substanz, in der Größenordnung von 50%-80%.

Diese positive Umweltbilanz ist abgesichert durch vielfältige Messungen anerkannter Institutionen, wie z.B. dem TNORoad Vehicle Research Institut in Delft (NL) und der Forschungsgesellschaft FEVMotorentechnik GmbH &Co. KG, Aachen und bestätigt durch jahrelange internationale Erfahrungen. Der TÜV Bayern-Sachsen hat alternative Antriebskonzepte untersucht. Danach weist Erdgas gegenüber konventionellen Kraftfahrzeugen und anderen alternativen Antriebskonzepten eine herausragende Umweltbilanz auf. Der TÜV stellt dabei heraus, dass Erdgas als die vielversprechendste Alternative zur Verringerung der verkehrsbedingten Emissionen anzusehen ist. Auch zukünftig, d.h. unter Einbeziehung von technischen Weiterentwicklungen bei den Benzin- und Dieselmotoren, werden Erdgasfahrzeuge bei einem Emissionsvergleich deutliche Vorteile aufweisen.

Klares Votum der Politik

Die Umweltministerkonferenz des Bundes und der Länder hat sich im Mai 1998 für ein klares JA zum Erdgasauto ausgesprochen. Laut den Beschlüssen zählt das Erdgasfahrzeug zu den emissionsärmsten Verkehrsmitteln, dessen Einsatz vor allem im innerstädtischen Verkehr zu einer Steigerung der Lebensqualität führt.

Erdgastankstelle

An der Zapfsäule wird Erdgas getanktSchnellbetankung mit Großkompressoren

 Zur Betankung der Erdgasfahrzeuge bieten sich zwei Möglichkeiten an. Der Kompressor befüllt zuerst ein Bündel von Druckflaschen, den sog. Zwischenspeicher, aus dem dann das komprimierte Erdgas über eine Zapfsäule innerhalb weniger Minuten in den Fahrzeugtank strömt. Dies ist genau so schnell und einfach wie bei Benzin und Diesel.

 

 

Prinzipdarstellung einer Fastfill-Anlage für Erdgasfahrzeuge
 

 

 


 

 

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