Für das Backnanger classic-opern-air 2009 konnten Alexandra Lubchansky, Sopran, Matias Tosi, Bassbariton, und Bettina Hartl, Bandoneon, gewonnen werden. Matthias Wächter wird als Violin-Solist zu hören sein. Auf dem Programm stehen unter anderem Filmmusiken aus „Der Herr der sieben Meere“ und „Vom Winde verweht“ bis hin zu „Fluch der Karibik“ und „Titanic“, Lieder von Cole Porter und aus „My fair Lady“, auch George Gershwins „Summertime“ darf nicht fehlen. Hierbei sind jedoch nicht nur die USA vertreten, sondern auch Südamerika. Zwei Kompositionen des größten traditionellen Tangokomponisten Carlos Gordel werden ebenso aufgeführt, wie ein Tango von Astor Piazzolla. Rainer Roos stellt dabei eigene Arrangements und Bearbeitungen dieser Werke vor.
Karten gibt es in der Stadtbücherei Backnang zu 35 Euro, 27 Euro und 23 Euro, sowie an der Abendkasse, hier mit 1 Euro Kassenzuschlag. Das Kartentelefon ist unter der Telefonnummer 07191 911062 erreichbar.
Die Sopranistin Alexandra Lubchansky hat Ihr Studium am St. Petersburger Konservatorium in den Fächern Klavier und Komposition mit Auszeichnung abgeschlossen. Ihre weitere Ausbildung setzte sie in Israel fort, wo sie die Auszeichnung der American Israel Cultural Foundation erhielt. Ein Stipendium des DAAD ermöglichte ihr, das Studium in Deutschland als Pianistin zu vollenden, nachdem sie den ersten Preis beim Rubinstein Klavierwettbewerb in Paris bekam. Sie gastiert unter anderem an den Opernhäusern in Frankfurt, München, St. Petersburg, Baden-Baden, Linz, und Darmstadt. Im September 2003 erhielt Alexandra Lubchansky in Luzern den Preis der Europäischen Kulturstiftung.
Der Argentinische Bass-Bariton Matias Tosi wurde 1980 in Buenos Aires geboren. Dort begann er seine Ausbildung als Tänzer, absolvierte ein Schauspielstudium und studierte Gesang. Mit 18 Jahren wurde er Mitglied des Opernstudios am Teatro Colón, wo er als Ferrando („Il Trovatore“) auftrat. Im Juni 2000 zog er nach Deutschland, um sein Gesangsstudium an der Musikhochschule München bei Wolfgang Brendel fortzusetzen. Zusätzlich nahm er Privat-Gesangsunterricht bei Saverio Suarez-Ribaudo. Bereits mit 22 Jahren übernahm er die Hauptpartien seines Stimmfaches am Stadttheater Regensburg und wurde mit großen Erfolgen als Escamillo („Carmen“), Mefistofele („Mefistofele“ von Boito) und Dulcamara („Elisir d`amore“) gefeiert, was zu einer engen Freundschaft mit dem Theater führte. Dort erhielt er eine Einladung als Don Giovanni und war als Jago in „Otello“ zu erleben. Sein Debüt als Mandarin in „Turandot“ an der Staatsoper Stuttgart fand in der Spielzeit 2003/2004 statt. Es folgten weitere Engagements in der neuen Produktion „Dr. Faust“ und in der Uraufführung „La Pastorale“. Im Sommer 2004/2005 gastierte er als Leporello in „Don Giovanni“ bei den Heidenheimer Opernfestspielen und wurde als Entdeckung des Jahres in der Opern-Zeitschrift „Das Opernglas“ bezeichnet.
Bettina Hartl, 1977 in München geboren, studierte Tonmeister an der Universität der Künste in Berlin. Mit den Instrumenten Klavier, Viola und Mandoline gewann sie zahlreiche erste Preise bei Solo- und Orchesterwettbewerben. Er gründete das Tangoquintett amortal, das sich auf die Musik von Astor Piazzolla spezialisiert hat. Neben drei CD-Produktionen sowie Einspielungen beim Bayerischen Rundfunk und Konzerten unter anderem in der Philharmonie München wurde das Ensemble bereits nach Japan eingeladen. Inspiriert durch Konzertaufenthalte in Griechenland, Spanien und Portugal gelingt eine interessante Mischung aus Alte Musik, Tango und Folklore. Als Solistin spielte sie Bandoneonkonzerte von Piazzolla mit dem Helsingborgs Symfoniorkester Schweden, der Jungen Philharmonie Erlangen, der Jungen Philharmonie Göttingen und der Kammerphilharmonie Ascania Magdeburg. Bei verschiedenen Theaterproduktionen wurde sie für den Bandoneonpart engagiert. Im Rahmen der Produktion Leading Ladies of Tango gastierte sie für mehrere Tangoshows am Herbst Theatre in San Francisco.
Konzertmeister Matthias Wächter ist festes Mitglied der Stuttgarter Philharmoniker (1. Violine) und Mitglied des Philharmonischen Streichquartetts. Darüber hinaus ist er auch häufig als Violinsolist zu hören.
Der in Stuttgart geborene Dirigent und Pianist Rainer Roos erhielt im Alter von sechs Jahren den ersten Klavierunterricht. Mit sieben Jahren begann er mit dem Violinspiel. Nach ersten Preisen bei „Jugend musiziert“ folgte ein Musikstudium an der Musikhochschule Stuttgart in der Klavierklasse von Wan Ing Ong und in der Kapellmeisterklasse von Professor Ungar. Noch während des Studiums erhielt Rainer Roos ein Stipendium des Richard Wagner-Verbands und hospitierte bei den Bayreuther Festspielen und an der Wiener Staatsoper. 2004 leitete Rainer Roos eine Welturaufführung an der Wiener Staatsoper. Im selben Jahr wurde er als erster deutscher Dirigent zum Kapellmeister der Johann-Strauss-Capelle Wien sowie des Schlossorchesters Schönbrunn berufen und trat zudem im Oktober 2004 am Theater der Landeshauptstadt Magdeburg die Stelle des 1. Kapellmeisters und stellvertretenden Generalmusikdirektors an. Mit circa 200 Auftritten im Jahr gehört Rainer Roos inzwischen zu den gefragtesten Dirigenten im deutschen und österreichischen Raum.

