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14.12.2009 Pächterwechsel in den "Backnanger Stuben"


Die Familie Lewenhardt, die seit dem Jahr 2006 die "Backnanger Stuben" und Teile des Saalbereichs des Backnanger Bürgerhauses betrieben hatte, will sich in Zukunft auf das ebenfalls von ihr gepachtete Restaurant "Stadtblick" der TSG Backnang 1846 e.V. konzentrieren. Sie beendet auf eigenen Wunsch ihr Engagement in den Backnanger Stuben und Teilen der Saalebene des Backnanger Bürgerhauses mit Wirkung vom 1. Februar 2010.

Wie Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper mitteilte, hat der Gemeinderat in seiner gestrigen Sitzung sowohl einer Aufhebung des Vertragsverhältnisses mit der Familie Lewenhardt als auch einem Pächterwechsel zugestimmt. Nopper bedankte sich bei der Familie Lewenhardt für die in den vergangenen Jahren geleistete Arbeit. Michael Dietl, Marika Schneider und Sascha Wolter werden als kulinarisches Trio die neuen Betreiber der „Backnanger Stuben“, bestehend aus Restaurant und Felsenkeller. Die Saalebene im Backnanger Bürgerhaus wird zukünftig ausschließlich vom Forsthof-Gastronomen Gerhard „Nick“ Fruth bewirtschaftet, der auch bisher schon für große Teile der Saalebene verantwortlich war.

 

Der 25-jährige gebürtige Backnanger Michael Dietl ist Hotelfachmann und Eventmanager, der schon in Fellbach, in Arosa (Schweiz), in Sydney (Australien) Erfahrungen sammeln konnte. Der 31-jährige Sascha Wolter ist Hotelfachmann und Koch. Der gebürtige Hannoveraner hat bereits etliche Stationen in der Spitzengastronomie als Küchenchef hinter sich. Die 26-jährige Marika Schneider war unter anderem bei der Kochlegende Heinz Winkler in Aschau tätig und erhielt die Auszeichnung als beste Patissieuse Deutschlands im „Feinschmecker 2009“.

 

Auch wenn das Kulinarik-Trio also bereits umfassende Erfahrungen in der gehobenen deutschen Gastronomie gemacht hat, sollen auch zukünftig schwäbische Gerichte zu reellen Preisen in den „Backnanger Stuben“ angeboten werden. Auch in Vergessenheit geratene deutsche Gerichte wie zum Beispiel geschmorte Hochrippe oder Kalbsnuss in Buttermilch stehen auf der Karte. Sogar die Blutwurst wird von den jungen Gastronomen selbst hergestellt. Für Vegetarier gibt es eine eigene Karte und für Kinder gibt es unter anderem eine hausgemachte Limo. Der Felsenkeller soll zukünftig noch stärker zum Weinkeller werden, in dem man sämtliche Weine glasweise probieren und genießen kann –sowohl den Lemberger Trollinger aus der Nachbarschaft als auch den Lieblingswein aus Italien, Frankreich oder Übersee. Für den kleinen Hunger zwischen der Weinreise soll man ideenreiche „deutsche Tapas“ wie zum Beispiel die selbst gemachte gebratene Blutwurst genießen können. Die „Backnanger Stuben“ sollen Anlaufpunkt für Gäste aus nah und fern sein sowie gerade auch für Backnanger Vereine, Institutionen und Gruppen. Aufgrund der überzeugenden und viel versprechenden Konzeption und um einen schnellen Stabwechsel herbeiführen zu können, hat der Gemeinderat auf eine – rechtlich zudem nicht zwingende – Ausschreibung verzichtet.



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