Die Kinder und Jugendlichen lernen, frei und sicher zu sprechen, mit fremden Menschen in Kontakt zu treten, Blickkontakt aufzubauen und zu halten. Diese Fähigkeiten sind – in Kombination mit guten Noten und Pünktlichkeit – wichtige Voraussetzungen dafür, einen Ausbildungsplatz zu erhalten.
Während des Kurses üben die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse Tischmanieren, die passende Kleidung zu wählen, Gastgeschenke zu überreichen und verschiedenen Arten von Einladungen zu unterscheiden. Sie machen Besorgungen, holen Informationen ein und telefonieren mit für sie fremden Menschen. „Dabei stehen sie immer unter Beobachtung und erhalten sofort Rückmeldung“, erläutert Sabine Bornträger, die Leiterin des Kurses.
Zunächst durch Theorievermittlung, dann im Rollenspiel und schließlich in realen Situationen erlernen die Sechstklässler höfliches Verhalten. Als fester Bestandteil des schuleigenen Sozialcurriculums findet der Kurs über einen Zeitraum von 12 Wochen doppelstündig während der Unterrichtszeit in der 6. Klassenstufe statt. Durchgeführt wird er von den beiden Schulsozialarbeiterinnen an der Mörikeschule Julia Wehr und Sabine Bornträger.
In der 8. Klasse erhalten die Jugendlichen einen Auffrischungskurs mit einer externen Referentin, finanziert durch den Förderverein der Schule. Ihr Wissen können die Schüler dann beim Berufsausbildungsforum anwenden und unter Beweis stellen. Den krönenden Abschluss der Höflichkeitsausbildung bildet ein festliches Essen, so Bornträger. Als Profis richten Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse für ihre Mitschüler der 6. Stufe ein Festmahl aus und bedienen diese.
Die Rückmeldungen der Ausbilder und die Erfahrungen der abgehenden Schülerinnen und Schüler bestätigen den Erfolg dieses Konzepts.

