Stadtarchiv

Allgemein

Im Stadtarchiv Backnang befinden sich die historischen Akten der Stadt Backnang, deren Überlieferung - bis auf zwei Ausnahmen - erst nach dem Stadtbrand von 1693 beginnt. Die Bestände des Historischen Archivs (bis ca. 1945) sind vollständig über Findbücher erschlossen und können in einem Benutzerraum eingesehen werde

Älteste überlieferte Quelle im Stadtarchiv Backnang (Waidbuch aus dem Jahr 1557)
Älteste überlieferte Quelle im Stadtarchiv (Waidbuch aus dem Jahr 1557)
Titelblatt der ersten Ausgabe der späteren - "Backnanger Zeitung" vom 19. März 1832
Titelblatt der ersten Ausgabe der späteren Backnanger Zeitung vom 19. März 1832

Neben einer umfangreichen Fachbibliothek mit Schwerpunkt Stadt- und Landesgeschichte stehen dem Benutzer zudem die gebundenen Ausgaben der lokalen Zeitung "Murrtal-Bote/Backnanger Kreiszeitung" zur Verfügung, die seit dem erstmaligen Erscheinen im Jahr 1832 bis in die heutige Zeit fast lückenlos vorhanden sind. Bis einschließlich 1970 sind sie zusätzlich mikroverfilmt und können über einen Readerprinter (Ausdruck von Vergrößerungen/Ausschnitten) benutzt werden. Zum Aufgabengebiet eines Stadtarchivs gehört auch die Sammlung, wissenschaftliche Erschließung und fachgerechte Aufbewahrung von Stiftungen und Nachlässen. Im Fall von Backnang sind das zahlreiche Stiftungen und Nachlässe von verschiedenen Vereinen und Privatpersonen. Ebenfalls im Stadtarchiv untergebracht ist der umfangreiche Nachlass des Stuttgarter Hofbaumeisters Johann Michael Knapp (1791-1861).

Ein Fotoarchiv, in dem die zahlreich vorhandenen historischen Fotos zu Backnang mit einer speziellen Software erschlossen und verzeichnet werden, befindet sich zur Zeit im Aufbau.

Publikationen

Das Stadtarchiv gibt zwei verschiedene Publikationsreihen heraus:

Das Backnanger Jahrbuch ist die wichtigste Veröffentlichung zur Geschichte der Stadt Backnang und der näheren Umgebung und erscheint im November des jeweiligen Jahres.

Die Backnanger Forschungen befassen sich ausführlicher mit bestimmten Themen der Backnanger Geschichte und werden in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht. Bisher sind folgende acht Bände erschienen:

  1. Gotthard Reinhold: Johann Michael Knapp (1791-1861). Eine Studie über Leben, Werk und Nachlaß des Stuttgarter Hofbaumeisters, Backnang 1994
  2. Sabine Beate Reustle: Stift und Stadt Backnang im 16. Jahrhundert. Territorialisierung und Reformation in einer württembergischen Amtsstadt, Backnang 1996
  3. Rolf Königstein: Alfred Dirr. NSDAP-Kreisleiter in Backnang. Ein Nationalsozialist und die bürgerliche Gesellschaft, Backnang 1999
  4. Gerhard Fritz und Bernhard Trefz (Hrg.): Nationalsozialismus in der Region. Beiträge der Backnanger Tagung vom 8. Oktober 1999, Backnang 2001
  5. Gerhard Fritz (Hrg.): Württembergische Stiftskirchen. Insbesondere das Stift St. Pancratius in Backnang. Beiträge der Backnanger Tagung vom 19. Mai 2001, Backnang 2003
  6. Bernhard Trefz (Hrg.): Der "Boxeraufstand" in China. Das Tagebuch des Gottlieb Brosi und andere Zeitzeugnisse, Backnang 2004
  7. Carsten Kottmann und Bernhard Trefz (Hrg.): Glaube–Bildung–Gesellschaft. Leben in der Frühen Neuzeit (16. – 18. Jh.). Beiträge der Backnanger Tagung vom 21. Juni 2003,  Backnang 2006
  8. Florian Hartmann: "Sie haben einen blauen Montag gemacht (...) und sind in den Wirtshäusern herumgegangen". Alltagskriminalität im Württemberg der Reaktion (1852-1864) in den Orten Backnang, Heutensbach, Calw, Ravensburg und Aalen. Ein Beitrag zur Historischen Kriminalitätsforschung, Backnang 2008

Das Backnang Lied

Der Text zum „Backnanger Lied“, das nach der Melodie „Auf em Wasa graset d’Hasa“ gesungen wird, stammt von Hermann Sinn (1873-1947). Er war von 1904 bis 1910 in Backnang als Eisenbahnsekretär tätig und textete das „Backnanger Lied“ anlässlich einer Weihnachtsfeier der Backnanger Bahnbediensteten im Jahr 1906. Das manchmal auch „Backnanger Nationalhymne“ genannte Lied wurde in Backnang rasch populär und bei vielen Veranstaltungen gesungen.

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