Der Trafikant

Nach dem Roman von Robert Seethaler

Bildunterschrift: Eine ungewöhnliche Freundschaft entsteht zwischen dem Trafikanten, Franz Huchel, und Sigmund Freud.
Foto: Patrick Pfeiffer

Die Württembergische Landesbühne spielt am Samstag, 21. April, um 19.30 Uhr, im Backnanger Bürgerhaus ein Stück, welches vom Erwachsenwerden in einer politisch aufgeheizten Zeit und dem aufkeimenden Widerstand erzählt.

Im idyllischen Nußdorf am Attersee ist Franz Huchel 1920 geboren und als Halbwaise aufgewachsen. 17 Jahre später wird der Liebhaber seiner Mutter vom Blitz getroffen, fortan ist es mit der finanziellen Unterstützung vorbei. So schickt die Mutter den Sohn in die große Stadt Wien, wo ihr der Trafikant Otto Trsnjek noch einen Gefallen schuldet und Franz in seiner Trafik für Tabakwaren und Zeitungen anstellt. Er verdonnert den Jungen zur Zeitungslektüre, denn „keine Zeitung zu lesen hieße, kein Trafikant zu sein, wenn nicht gar: kein Mensch zu sein.“ Zu den Stammkunden gehört auch Sigmund Freud, der „Deppendoktor“. Es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft, die Franz sehr gelegen kommt. Im Prater verliebt er sich in Anezka, eine Böhmin, da schadet es nicht, jemanden an der Seite zu haben, der sich mit der Psyche des Menschen etwas auskennt. All das passiert inmitten politischer Katastrophen. Im März 1938 wird Österreich an das Deutsche Reich „angeschlossen“. Nichts ist wie vorher und Franz muss schnell erwachsen werden.

Robert Seethalers Roman wird seit Erscheinen von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert und auch die von ihm selbst vorgenommene Dramatisierung ist ein großer Erfolg.

Karten für alle Veranstaltungen des städtischen Kulturprogramms sind in der Stadtbücherei, im Backnanger Bürgerhaus, im Internet unter www.backnanger-buergerhaus.de sowie an der Abendkasse erhältlich. Schülerkarten kosten an der Abendkasse sechs Euro. Das Kartentelefon ist unter der Telefonnummer 07191 894-567 erreichbar.

(Erstellt am 14. April 2018)