Wie fahrradfreundlich ist Backnang?

Jetzt abstimmen beim ADFC-Fahrradklima-Test 2018

Seit dem 1. September läuft die Umfrage zum großen ADFC-Fahrradklima-Test 2018. Der Fahrrad-Club ruft gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium wieder alle Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden zu bewerten. Der Test hilft, Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung zu erkennen. In diesem Jahr ist Familienfreundlichkeit des Radverkehrs das Schwerpunktthema. Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper bittet die Bürgerinnen und Bürger um zahlreiche Teilnahme.    

Fahrradfreundlichkeit ist ein echter Standortfaktor und ein Synonym für Lebensqualität geworden. Deshalb möchte die Stadt Backnang den Radverkehr in den nächsten Jahren gezielt fördern. Mit der sukzessiven Umsetzung des im Entwurf vorliegenden Radinfrastrukturkonzepts sollen wichtige Verbesserungen beim Radwegenetz, der Radwegweisung sowie bei den Radabstellmöglichkeiten in der Innenstadt und an den Schulen auf den Weg gebracht werden. Als erster Meilenstein wird bis zum nächsten Fahrradklima-Test 2020 eine signifikante Erhöhung des Radverkehrsanteils von derzeit rund 6 Prozent angestrebt. Im Vorfeld geht es um die Frage: Was läuft in Backnang schon jetzt gut und wo sollten mit einer ersten Schwerpunktsetzung Sofortmaßnahmen angegangen werden, um besonders kritische Bereiche zu verbessern?

Der Fragebogen kann zum Ausdruck auch auf der Homepage der Stadt Backnang unter www.backnang.de heruntergeladen werden und liegt ab Mitte September in Papierform beim Bürgerbüro sowie bei der Stadtinformation aus.  

Bei der Umfrage werden 32 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt - beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege von Falschparkern freigehalten werden und ob sich das Radfahren auf für Familien mit Kindern sicher anfühlt. Mehr als 120.000 Bürgerinnen und Bürger haben 2016 mitgemacht und die Situation in über 500 Städten beurteilt. Backnang war beim letzten ADFC-Fahrradklima-Test mit 63 ausgefüllten Fragebögen erstmals in der Auswertung vertreten und hat mit einer Gesamtbewertung von 4,5 abgeschlossen. Die Noten in den Einzelkriterien schwankten dabei von 3,0 beim Thema Fahrraddiebstähle über 3,1 bei der Erreichbarkeit des Stadtzentrums und 3,2 bei Konflikten mit Fußgängern bis zu 5,2 beim Thema Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung. Diese auch innerhalb der Stadtgrößenklasse vergleichsweise schlechte Benotung zeigt einerseits den Handlungsbedarf auf, den der Entwurf des Radinfrastrukturkonzepts bestätigt und ist für die Stadtverwaltung andererseits Motivation, die Umsetzung der Maßnahmenempfehlungen mit Nachdruck anzugehen. Die Bewertungen vom letzten Durchgang gibt es auf www.fahrradklima-test.de/karte beim Klick auf Backnang.

Zwar weist die Bewertungsmethodik durchaus auch Schwächen auf. So kann die Anzahl der ausgefüllten Fragebögen bei durchschnittlich 240 pro Stadt im Jahr 2016 nur bedingt als repräsentativ betrachtet werden. Zudem sind Mehrfachbewertungen ebenso wenig ausgeschlossen wie Bewertungen durch Ortsfremde. Dennoch gilt der ADFC-Fahrradklima-Test mittlerweile als bundesweiter Gradmesser für die Einschätzung der Situation des Radverkehrs durch die Nutzerinnen und Nutzer. Um in diesem Jahr eine möglichst repräsentative Bewertung durch einen großen Querschnitt der Bevölkerung zu erreichen, hat sich die Stadtverwaltung eine deutlich stärkere Beteiligung zum Ziel gesetzt. Die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests sollen auch als Ausgangswerte für eine künftige Evaluation der Umsetzung des Radinfrastrukturkonzepts dienen.

Die Umfrage findet zwischen 1. September und 30. November 2018 über die Internetseite www.fahrradklima-test.de oder mittels Fragebögen in Papierform statt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2019 präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.

(Erstellt am 22. September 2018)