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Keine Förderung aus Berlin für Neubau der Karl-Euerle-Halle – Nopper will trotzdem schnellstmöglich bauen

Die Stadt Backnang kommt beim Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ in Sachen des Abbruchs und Neubaus der Karl-Euerle-Halle nicht zum Zug. Backnangs Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper zeigte sich in der Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses über diese Nachricht aus Berlin enttäuscht - auch wenn ihm bewusst war, dass in Anbetracht der rund 20-fachen Überzeichnung nur eine geringe Chance auf Bezuschussung bestand. Nopper schlug vor, auf der Basis des Gemeinderatsbeschlusses vom Dezember 2016 trotzdem schnellstmöglich zu bauen. Deswegen soll dem Gemeinderat in seiner Sitzung vom 16. Mai 2019 zur Durchführung des Bauvorhabens ein Vergabeverfahren vorgeschlagen werden, welches bereits beim Bau der Murrbäder Anwendung fand. Dies bietet die Gewähr dafür, dass die Baukosten nicht aus dem Ruder laufen und gedeckelt werden können. Die neue Karl-Euerle-Halle soll als vierteilige Sporthalle mit bis zu 1.500 Zuschauerplätzen die größte Backnanger Sportstätte werden. Sie wird von Backnanger Schulen und Vereinen aufgrund der Unzulänglichkeiten der in die Jahre gekommenen bestehenden Halle heiß und innig herbeigesehnt. Nach bisher vorliegenden Schätzungen dürfte das Projekt rund 13 Millionen Euro kosten. Da bisher nur Zuschüsse in Höhe von 600.000 Euro vom Land bewilligt wurden, müsste die Stadt Backnang den Rest aus eigener Finanzkraft stemmen. Deswegen soll nunmehr auch noch geprüft werden, inwieweit Zuschüsse aus anderen Förderprogrammen des Bundes und des Landes abgerufen werden können – allerdings ohne Verzögerungen bei Planung und Vergabe.

(Erstellt am 04. Mai 2019)