Stadtverwaltung informiert über den geplanten Neubau einer sechsgruppigen Sportkita in der Plaisir

Die Stadtverwaltung hat im Rahmen einer öffentlichen Bürgerinformationsveranstaltung über den geplanten Neubau einer Kindertageseinrichtung in unmittelbarer Nachbarschaft zur Sporthalle in der Plaisir informiert. Rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürgern informierten sich am 27. Februar im Foyer der Grundschule Plaisir aus erster Hand über das Vorhaben. Der Erste Bürgermeister Siegfried Janocha machte eingangs deutlich, dass Backnang eine wachsende Stadt ist. Um auch zukünftig den Bedarf an Betreuungsplätzen decken zu können, erweitert die Stadt derzeit Einrichtungen für Kinderbetreuungen im gesamten Stadtgebiet. Wo sinnvoll und möglich, sollen auch neue Einrichtungen gebaut werden. Siegfried Janocha betonte, dass es der Stadtverwaltung wichtig ist, so früh wie möglich mit der Bürgerschaft über das Bauvorhaben zu sprechen, bevor eine Entscheidung im Gemeinderat getroffen wird.

Regine Wüllenweber, die Leiterin des Amtes für Familie, Jugend und Bildung, stellte die pädagogischen Überlegungen zum Projekt vor. Demnach ist im Neubau die Erweiterung der Schulkindbetreuung der Grundschule Plaisir um sechs Gruppen geplant. Diese Gruppen sollen zunächst für Kinder im vorschulischen Bereich angeboten werden. Ergänzt werden soll diese sechsgruppigen Kita um eine Mensa, die die Essensversorgung der Kitakinder wie auch der Schüler der benachbarten Grundschule gewährleisten soll. Die Einrichtung wird zu Beginn insgesamt 120 Plätze bieten. Diese verteilen sich auf zwei Gruppen mit je 25 Plätzen für Kinder ab drei Jahren in verlängerter Öffnungszeit, eine Gruppe mit 20 Plätzen für Kinder ab drei Jahren im Ganztagesbetrieb, eine Krippengruppe mit 10 Plätzen für unter 3-Jährige im Ganztagesbetrieb, eine Gruppe in Altersmischung für 2- bis 6-Jährige mit 18 Plätzen für über 3-Jährige und zwei Plätzen für unter 3-Jährige in verlängerter Öffnungszeit sowie eine Ganztagesgruppe in Altersmischung für Kinder von zwei bis sechs Jahren. Damit wird ein Angebot geschaffen, dass den unterschiedlichen Bedürfnissen der Backnanger Familien entspricht. Die Kita soll sich künftig im Bereich Sport profilieren. Hierzu ist die intensive Kooperation mit der TSG Backnang 1846 e.V. vereinbart. Regine Wüllenweber richtete den Blick auch in die fernere Zukunft und verwies darauf, dass im Sinne einer größtmöglichen Flexibilität das Gebäude so geplant wird, dass eine spätere Nutzung für die Schulkindbetreuung oder andere schulische Zwecke möglich ist.

Baudezernent Stefan Setzer erläuterte im Anschluss die aktuelle planungsrechtliche Situation und legte dar, dass vor der Umsetzung des Vorhabens zunächst der Bebauungsplan geändert werden muss. Damit würden die bislang geplanten Sportfreiflächen entfallen. Lediglich ein Kleinspielfeld, das vorrangig für den Schulsport genutzt werden soll, wäre im künftigen Bebauungsplan zu berücksichtigen. Stefan Setzer stellte klar, dass der genaue Standort des Kleinspielfelds noch nicht feststeht. Hierzu sind die Ergebnisse einer Schalluntersuchung zugrunde zu legen, die im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens erstellt wird. Er verwies darauf, dass die Stadtverwaltung innerhalb des Bebauungsplanverfahrens nochmals über die Gesamtplanung informieren wird. In diesem Zuge besteht auch die Möglichkeit, erneut Anregungen und Hinweise einzubringen.

Die Gebäude- und Freiraumplanung der zweigeschossigen Einrichtung, wurden vom stellvertretenden Leiter des Stadtbauamtes, Andreas Stier, vorgestellt. In direkter Verlängerung der Sporthalle schließt sich das Kitagebäude an. Im Erdgeschoss ist die Mensa mit Speiseraum und Küche untergebracht. Die Räume der Kita befinden sich im darüber liegenden Geschoss. Aufgrund der Hanglage gelingt es, dass das Gebäude in Richtung des Wohngebiets Katharinenplaisir nur eingeschossig in Erscheinung tritt. Durch die Modellierung des Geländes wird der Außenspielbereich der Kita wirkungsvoll zur Wohnbebauung abgeschirmt. Laut Andreas Stier stellt sich die Parkierungssituation im Bereich der geplanten Kita deutlich günstiger dar als an anderen Einrichtungen. Aus der Erfahrung verteilen sich die Bring- und Abholverkehre einer Kita zeitlich deutlich stärker als bei Schulen, so dass ein Großteil der vorhandenen 75 Stellplätze von den Eltern genutzt werden können, die ihre Kinder nicht zu Fuß zur Kita bringen können. Selbstverständlich wird die Kita barrierefreie zugänglich sein. Die Bauzeit wird sich nach aktuellem Planungsstand von Anfang 2019 bis voraussichtlich Mitte 2020 erstrecken. Um kurzfristig den Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken, sollen vier Kitacontainer für rund 80 Kinder nördlich der Katharinenplaisirhalle aufgestellt werden. Erster Bürgermeister Siegfried Janocha stellt diesbezüglich klar, dass nach Fertigstellung der Sportkita die Container wieder abgeräumt werden.

Die Rektorin der Grundschule in der Plaisir, Dr. Annedore Bauer-Lachenmaier, stellte abschließend fest, dass mit der geplanten Sportkita ein großer Schritt in Richtung einer umfassenden und zukunftsweisenden Betreuung von Kita- und Schulkinder gelingen wird. Für Eltern entstehe dadurch eine große Verlässlichkeit im Übergang von Kita zur Schule.

(Erstellt am 08. März 2018)