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Plaisirschüler diskutierten mit OB Nopper über Klimaschutz in Schule und Stadt

22 Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a der Plaisirschule diskutierten mit Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper, mit Baudezernent Stefan Setzer und der Leiterin des Amtes für Familie, Jugend und Bildung Regine Wüllenweber über konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Müllvermeidung in Backnang. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von der Plaisirschulrektorin Dr. Annedore Bauer-Lachenmaier und von ihrer Klassenlehrerin Judith Hültner. Die beiden Schülerinnen Julietta Stier und Lena Gasch hatten den Besuch angestoßen. Sie hatten davor OB Nopper in seiner Bürgersprechstunde besucht und ihm dabei mitgeteilt, dass sie in Sachen Klimaschutz vorrangig selbst handeln und nicht demonstrieren wollten. Es sei ihr Hauptanliegen, an der Schule konkret etwas zu tun und zu erfahren, was die Stadt bereits tue. Daraufhin schlug OB Nopper ein Gespräch mit der ganzen Klasse vor.

In der Diskussionsrunde im Historischen Rathaus stellten die Schülerinnen und Schüler der Stadtverwaltung vor, welche Aktivitäten zum Umwelt- und Klimaschutz bereits an der Plaisirschule ergriffen wurden. Dies reicht von der Mitwirkung der Plaisirschüler an der städtischen Murr-, Bach- und Flurputzete, geht über eine Geländepatenschaft, bei der die Schülerinnen und Schüler regelmäßig das Gelände rund um die Halle Katharinenplaisir von Müll säubern, bis hin zur Beschaffung von Vesperdosen, die dauerhaft Müll vermeiden hilft. Auch die artgerechte Haltung von Hühnern und die Teilnahme an der Aktion „Stadtradeln“ gehört zu den Plaisirschul-Aktivitäten. Darüber hinaus veranstaltet die Plaisirschule – passend zu ihrem Profil als Naturparkschule – Waldtage und sie nimmt am „Naturforscherwettbewerb der Haug-Taxis Stiftung“ teil, der die Erhaltung der Schöpfung zum Inhalt hat. Nicht zuletzt versucht die Schulleitung gemeinsam mit der Stadtverwaltung, die große Zahl der „Eltern-Taxis“ einzudämmen. Rektorin Bauer-Lachenmaier erklärte in diesem Zusammenhang, dass die Plaisirschule zukünftig Nachhaltigkeit als Bildungsziel im Schulprofil verankern wolle.

Im Gegenzug stellten OB Nopper und Baudezernent Setzer die vielfältigen Aktivitäten der Stadt bei der Müllbeseitigung und beim Klimaschutz dar. So sorgt etwa ein 10-Punkte-Programm für mehr Sauberkeit in der Stadt. Überdies werden beim Beschaffungswesen der Stadtverwaltung Nachhaltigkeitskriterien angewendet und zur Förderung der Biodiversität werden Blühstreifen angelegt. Mit der Gründung des „Schwäbischen Mostviertels“ sollen die ökologisch wertvollen Streuobstwiesen in der Backnanger Bucht erhalten werden. Außerdem erwähnten die beiden die vor Jahren erfolgreich durchgesetzte Anbindung der Stadt an eine zweite S-Bahn-Linie sowie die Angebotsverbesserungen beim ÖPNV. Für die Radfahrer habe die Stadt im Jahr 2019 ein Sofortprogramm aufgelegt, durch welches zusätzliche Fahrradboxen an den Bahnhöfen angeschafft werden können. Zudem werden im laufenden Jahr die Fahrradmarkierungen verbessert. Und zukünftig soll das Radwegenetz attraktiver werden, um noch mehr Schülerinnen und Schüler für das Radfahren zu gewinnen.

Die drei Vertreter der Stadtverwaltung bedankten sich bei den Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement und sicherten die Unterstützung der Stadt bei weiteren schulischen Umweltschutz- und Naturparkaktivitäten zu. Nächste Gelegenheit hierfür ist die „Grüne Messe“, welche die Schule im Herbst veranstalten will und die aufzeigen soll, wie wir alle künftig nachhaltiger mit unseren natürlichen Ressourcen umgehen können.

(Erstellt am 20. Juli 2019)