Runder Tisch Radverkehr

Stadt und Verbände im Austausch

Am 8. April kamen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Backnang mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Backnang und Backnanger Bucht zum jährlichen Runden Tisch Radverkehr zusammen. Ziel des Treffens war es, über laufende Maßnahmen im Radverkehr zu informieren, Anregungen aus der Bürgerschaft aufzunehmen und gemeinsam weitere Schritte für eine fahrradfreundliche Stadt zu besprechen.

Im Mittelpunkt stand der Ausbau durchgängiger sicherer Radachsen im Stadtgebiet. Nachdem die Machbarkeitsstudie des geplanten Radschnellwegs zwischen Backnang und Waiblingen abgeschlossen ist, wird nun gemeinsam auf dessen Realisierung gedrängt werden. Außerdem wurden Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit abgestimmt, insbesondere im Bereich der Aspacher Straße, der Sulzbacher Straße und der Stuttgarter Straße. Hier empfiehlt die Stadt auf Anregung des ADFC den Radfahrenden bis zur Umgestaltung mittig auf einer der beiden, je nach Ziel vorgesehenen Fahrbahnen zu fahren, um nicht durch sich öffnende Türen gefährdet zu werden.

„Wir wollen Radfahren in Backnang sicherer und attraktiver machen“, sagte Oberbürgermeister Maximilian Friedrich. „Der Austausch mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern hilft uns, die richtigen Prioritäten zu setzen und Herausforderungen frühzeitig zu erkennen.“Die Zielplanung zum sogenannten Modal Split wird in diesem Jahr aktualisiert werden. Dabei geht es um die Frage, welchen Anteil verschiedene Verkehrsmittel künftig im Backnanger Stadtverkehr haben sollen.  Durch eine gemeinsame offizielle Auftaktveranstaltung am 24. Mai mit dem Claim „1 Prozent der Backnanger starten gemeinsam ins Stadtradeln 2025“ soll in diesem Jahr die Kooperation im Rahmen des Stadtradelns weiter vertieft werden.

Erster Bürgermeister Stefan Setzer lobte die konstruktive Zusammenarbeit: „Der ADFC bringt mit seiner Expertise wichtige Impulse in unsere Planungen ein. Der Runde Tisch bietet dafür den passenden Rahmen.“

Die Vertreter des ADFC begrüßen die vorgestellten Fortschritte und wünschten sich weiterhin eine klare Priorisierung des Radverkehrs bei zukünftigen Verkehrsprojekten. Auch die Bedeutung öffentlicher Kommunikation wurde hervorgehoben.

„Wir sehen, dass sich in Backnang etwas bewegt“, sagte Jürgen Ehrmann, Vorstand des ADFC und betonte: „Jetzt kommt es darauf an, gemeinsam dranzubleiben und die Umsetzung konkret voranzutreiben.“

Die Stadt Backnang informiert auf ihrer Internetseite unter backnang.de in der Rubrik „Leben in Backnang / Mobilität und Verkehr“ über die Aufgaben der Fahrradbeauftragten sowie über aktuelle Projekte im Bereich Radverkehr, darunter das Gesprächsprotokoll des Runden Tisches, die geplanten Umbauten in der Aspacher und Sulzbacher Straße und der Anschluss an den künftigen Radschnellweg. Der nächste Runde Tisch Radverkehr ist für das Frühjahr 2026 geplant.