Zukunftssicheres Heizen in Strümpfelbach
Stadt organisiert Informationsabend für den Stadtteil
Keine Fernwärme für Strümpfelbach – das war eines der Ergebnisse aus der Kommunalen Wärmeplanung der Stadt Backnang. „Die Wärmeabnahmemenge auf 100 Meter Leitungslänge wäre so niedrig, dass die Wärmekosten kein Hausbesitzer tragen wollen würde“, erläuterte Simone Lebherz, die Leiterin der Stabsstelle Klimamanagement, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der vom Ortschaftsrat organisierten Informationsveranstaltung.
Aber welche Alternativen kommen dann für die Hausbesitzer in Strümpfelbach in Frage? Darauf gab Gebäude-Energieberater Joshua Lampe eine Antwort: Er empfahl den Einbau einer Wärmepumpe und erläuterte anhand der technischen Funktionsweise, der rechtlichen Vorgaben und der zur Verfügung stehenden Förderprogramme seine Präferenz für diese Option.
Leider hält sich nach wie vor die Meinung, Wärmepumpen seien nur für Neubauten oder generalsanierte Gebäude geeignet. Dass diese Aussage nicht stimmt, konnten auch die anwesenden Wärmepumpenexperten bestätigen. Vertreter des lokalen Heizungsbauerhandwerks standen den rund 25 Besucherinnen und Besuchern beim Ständerling für alle praktischen Fragen zur Verfügung.
„Wir erleben in unserer täglichen Praxis, dass die Option ‚Wärmepumpe‘ viele Fragen auslöst“, erläutert Stefan Setzer, Erster Bürgermeister Backnangs, die Idee hinter der lokalen Wärmepumpenkampagne, die die Stadt mit der Veranstaltung in Strümpfelbach gestartet hat. „Da ist es folgerichtig, dass wir Expertinnen und Experten mit den Interessierten zusammenbringen. Ich bin der Ortsvorsteherin Frau Lohrmann sehr dankbar, dass sie den Beratungsbedarf im Stadtteil zum Anlass genommen hat, diese Veranstaltung zu organisieren.“
Die nächste Informationsveranstaltung soll noch vor der Sommerpause in einem anderen Backnanger Stadtteil stattfinden. „Dann ist auch geplant, den einen oder anderen Wärmepumpenbesitzer zu Wort kommen zu lassen. Das bietet Informationen und Erfahrungen ganz praktisch aus erster Hand“, kündigte Simone Lebherz an. Backnanger Besitzer von Wärmepumpen, die sich an der Kampagne beteiligen wollen, finden auf www.backnang.de/waermepumpe einen entsprechenden Fragebogen.