Vielfalt säen - Zukunft ernten
Vortrag und Gespräch mit Maria Reisinger-Voit über Saatgutgewinnung und den Weg zur Selbstversorgung und Bewahrung der Kulturpflanzenvielfalt im eigenen Garten
Am Dienstag, 21. April, ist Maria Reisinger-Voit, Saatguterhalterin und Mentorin der Arche Noah und des Genbänkles zu Gast in der Stadtbücherei Backnang. Ihr Vortrag über die Gewinnung von Saatgut richtet sich an Hobbygärtner, Einsteiger und Interessierte, Vorkenntnisse sind nicht nötig. Die Veranstaltung beginnt um 17.00 Uhr und findet im Obergeschoss der Stadtbücherei, Im Biegel 13, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht nötig.
Die Gewinnung von eigenem Saatgut bietet viele Vorteile. Sie ermöglicht es Privatgärtnern und Vereinen, unabhängig von industriellen Saatgutproduzenten zu werden und gleichzeitig Sorten zu bewahren, die optimal an die regionalen Bedingungen angepasst sind. Alte Sorten, die oft durch ihren Geschmack, ihre Robustheit und ihre Vielfalt überzeugen, können durch den Eigenanbau erhalten bleiben und weitergegeben werden. Zudem ist das Wissen über Anbau und Samenbau ein wertvolles kulturelles Erbe, das nicht verloren gehen darf.
Dieser Vortrag soll Neugierigen Lust machen, im eigenen Garten oder auf dem Balkon selbst Saatgut zu gewinnen. Anhand ausgewählter Kulturen wird erklärt, welche Methoden angewandt werden müssen, um sortenreines Saatgut zu erhalten.
Neben der Vermittlung von fachlichem Wissen bleibt auch genügend Raum für persönliche Fragen und den Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmenden.
Die Veranstaltung ergänzt das Angebot der Saatgutbibliothek in der Stadtbücherei, über welche Garteninteressierte samenfestes Saatgut ausleihen, anpflanzen und kultivieren können und wird in Kooperation mit der Initiative „Backnang blüht auf“ der Stadt Backnang veranstaltet. Die Saatgutbibliothek kann zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei dienstags von 14.00 bis 18.00 Uhr, mittwochs von 9.00 bis 18.00 Uhr, donnerstags von 14.00 bis 18.00 Uhr und samstags von 9.00 bis 13.00 Uhr sowie im Anschluss an den Vortrag am 21. April genutzt werden.