Stadt und Landsmannschaften laden zum Tag der Heimat

Feierstunde zum 50-jährigen Bestehen des Mahnmals der Vertriebenen

Kranz am Ehren- und Mahnmal bei der Max-Eyth-RealschuleFoto: Stadt Backnang

Die Stadt Backnang und die Landsmannschaften der Heimatvertriebenen laden die Bürgerinnen und Bürger für Sonntag, 13. September, um 11.00 Uhr zum „Tag der Heimat“ ein. Die Feierstunde findet am Ehren- und Mahnmal bei der Max-Eyth-Realschule, Hohenheimer Straße 10, statt. Bei starkem Regen wird die Veranstaltung in den Musiksaal der Schule verlegt.

Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Maximilian Friedrich hält der Landtagsabgeordnete Ralf Nentwich den Festvortrag. Ralf Nentwich ist Sprecher für Heimat und Vertriebene der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Auch in seiner eigenen Familie gibt es Erfahrungen von Flucht und Vertreibung.

Die Gedenkworte bei der Kranzniederlegung spricht Carsten Wriedt, Diakon der Katholischen Kirche Backnang. Die Moderation übernimmt Armin Fechter, Vorsitzender des Deutschen Böhmerwaldbunds e. V., Heimatgruppe Backnang. Musikalisch umrahmt wird die Gedenkstunde von der Ungarndeutschen Heimatblaskapelle Backnang unter der Leitung von Thomas Zürn.

Nachdem der Tag der Heimat im vergangenen Jahr im Zeichen des 75. Jahrestags der Verkündung der Charta der deutschen Heimatvertriebenen stand, rückt in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen des Mahnmals in den Mittelpunkt. Es wurde 1976 auf dem Gelände des früheren Lagers auf der Maubacher Höhe, dem heutigen Schulgelände, eingeweiht.

Das Mahnmal stammt von Oskar Kreibich, der selbst von Vertreibung betroffen war. Es hat die Form einer stilisierten lodernden Fackel, mit der der ehemaligen Heimat gedacht und zugleich für die neue Heimat gedankt wird. Die Errichtung eines solchen Mahnmals war zu dieser Zeit in der Bundesrepublik einzigartig.

Mit dem Blick auf die Geschichte und angesichts von Flucht und Vertreibung, die bis heute weltweit Menschen betreffen, soll die Veranstaltung dazu beitragen, die Erinnerung wachzuhalten und zugleich zu mahnen.

Die Veranstalter würden sich deshalb besonders über die Teilnahme junger Menschen mit und ohne eigene Fluchterfahrung freuen. Im Anschluss an die Feierstunde besteht Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

(Erstellt am 08. September 2026)